Peter Geltat Trio

Die Klappstuhlkonferenz

Lebensqualität stiften und Zusammenhalt stärken

01.09.2020 - 31.08.2022


Am Anfang war der Klappstuhl. Die Idee ist simpel. Nur wer aus dem Alltäglichen zur Ruhe kommt, kann seinen Blick für etwas anderes, neues schärfen. Dazu muss ein „Klappstuhl“ her, der ist transportabel und erlaubt es an Orten Platz zu nehmen, die wir trotz ständigen Aufenthalts in unserer Stadt so noch nie gesehen haben. Wir kommen zur Ruhe und schicken unseren Blick an diesem Ort auf die Suche nach der einen Idee, die uns gefällt und überzeugt, weil sie uns voranbringen könnte.

Die „Klappstuhlkonferenz“ ist eine mobile Beteiligungsform für Einwohner*innen jeden Alters im unmittelbaren Lebens- und Wohnumfeld. Die Stadt einmal mit anderen Augen zu sehen, ist der Ausgangspunkt für einen demokratischen Prozess interagierender kommunikativer Stadtentwicklung. Sich ärgern und aufregen über all das, was nicht funktioniert und nicht passiert, wird getauscht gegen die Entwicklung eigener Ideen zur Veränderung der Situation. Und das dort, wo die Ursache für unseren Verdruss zuhause ist. Die „Klappstuhlkonferenz“ setzt sich an Orte, die schön sind, Orte, die erschrecken, Orte, die Potentiale haben und veränderungswürdig sind, Orte, die wir ansonsten nie im Detail sehen.

Und genau hier entstehen die Ideen für die Entwicklung der kleinen Stadt in der wir wohnen. Bürgerschaftliches Engagement will so die Potentiale der Menschen eines Wohnortes nutzen, um Ideen zu entwickeln, die partnerschaftlich diskutiert und dann gemeinsam realisiert oder zur Realisierung vorgeschlagen werden.

Der Klappstuhl bietet als besondere Form des Sitzmöbels die nötige Flexibilität, wenn es darum geht, den Ort und auch in übertragenem Sinne „den Blick“ zu wechseln. Zahlreiche Klappstühle an einer Straßenecke, mit Blick auf ein verfallenes Gebäude, das trotz seiner Tradition nichts mehr von seiner Geschichte erzählt. Kinder und alte Menschen sitzen, schauen, fragen und erzählen, einfach so im öffentlichen Raum.

„Früher war hier…“, „Ich erinnere noch…“, „Hier könnte man…“, „Warum nicht einmal…“ oder oder… So werden gemeinsam Ideen für die Ortsentwicklung gesammelt und nach und nach in weiteren Schritten bearbeitet. Von größerer Bedeutung ist dabei die individuelle Geschichte der Menschen, ihrer Häuser und Plätze.

Die „Klappstuhlkonferenz“ gibt Raum für konstruktive Auseinandersetzungen mit dem eigenen Lebensumfeld in einem demokratischen Dialog. Sie motiviert zu ehrenamtlichem Engagement und zeigt, wie wirkungsvoll Beteiligung sein kann. Vor allem aber werden die Beteiligten mit ihrer persönlichen Befindlichkeit ernst genommen.


 
 

Gefördert durch das Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat im Rahmen des Bundesprogramms „Zusammenhalt durch Teilhabe“

 
 
Zusammenhalt durch Teilhabe
BMI
 

"Die Klappstuhlkonferenz" ist ein Beteiligungsprojekt des "Freundeskreis Popkultur e.V." in Kooperation mit der Bürgerinitiative "TOSA - Tosamen für Sült - gemeinsam für Bad Sülze"

© 2015-2020 Freundeskreis Popkultur | Am Kirchplatz 2 | 18334 Bad Sülze