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Ausgezeichnete Kulturinseln

06.12.2018

Ostsee-Zeitung am 6. Dez. 2018

Der Freundeskreis Popkultur in Bad Sülze erhält einen Preis für das Kinder- und Jugendprojekt „Kulturinseln“. Die Teilnehmer entdeckten mit dem Smartphone ihre Heimat.

Würdigung des Ehrenamtes: Der Freundeskreis Popkultur in Bad Sülze ist durch die Regionale  Netzstelle Nachhaltigskeitsstrategien (RENN) mit dem Qualitätssiegel „Projekt Nachhaltigkeit“ ausgezeichnet worden. Konkret wurde damit die Initiative „ Kulturinseln “ gewürdigt, die 2017 in der Salzstadt gestartet wurde und in diesem Jahr zum zweiten Mal stattfand. „Das ist eine tolle Anerkennung“, freute sich Initiator  Uwe Bobsin , Vorsitzender Popkultur-Vereins. Der mit 1000 Euro dotierte Preis sei eine Würdigung des Engagements, die ländliche Region zu beleben.

Sabine Krüger (RENN Nord, v.l.) überreichte den Mitgliedern des Freundeskreises Popkultur, Lothar Pick, Petra Bockentin, Uwe Bobsin, Dr. Cornelia Müller und Jürgen Groth den mit 1000 Euro dotierten Preis. Quelle: Robert Niemeyer 
Sabine Krüger (RENN Nord, v.l.) überreichte den Mitgliedern des Freundeskreises Popkultur, Lothar Pick, Petra Bockentin, Uwe Bobsin, Dr. Cornelia Müller und Jürgen Groth den mit 1000 Euro dotierten Preis. Quelle: Robert Niemeyer

30 Kinder und Jugendliche aus  Bad Sülze  und dem Umland hatten in diesem Jahr an dem Projekt  Kulturinseln  teilgenommen. „Die Teilnehmer sollen ihre Heimat mit ihrem ganz eigenen Blick entdecken“, sagt  Uwe Bobsin .  Rostock ,  Tribsees  und  Torgelow  waren in diesem Jahr die  Kulturinseln . Im Mittelpunkt stand das Medium Film, genauer gesagt die Möglichkeit, die moderne Geräte heutzutage bieten. Sämtliche Kurzfilme, die die Teilnehmer erstellt haben, sind mit Unterstützung von Experten aus den Bereichen Kunst und Kultur am  Smartphone  entstanden. So besuchte eine Gruppe beispielsweise ein Seniorenheim in  Rostock . Aus den Erzählungen der Bewohner wurden kreative Kurzgeschichten. Eine andere Gruppe verband eine biblische Fluchtszene mit der aktuellen Fluchtthematik. In Torgelow beschäftigten sich die Teilnehmer mit dem Alltag in einer Plattenbausiedlung.

„Es ist äußerst bemerkenswert, was aus der Mitte des ländlichen Raumes realisiert werden kann“, sagte  Sabine Krüger  von der RENN.nord, die in den fünf norddeutschen Bundesländern aktiv ist. In diesem Gebiet hatten sich 116 Projekte für den Preis beworben, davon aus  Mecklenburg-Vorpommern 34. Das Projekt „Kulturinseln“ ist eines von drei ausgezeichneten Projekten MVs. 

In den meisten Fällen würden unter dem Stichwort Nachhaltigkeit ökologische Projekte ausgezeichnet. „Deshalb ist es bemerkenswert, dass ein Kulturprojekt von der Jury ausgewählt wurde“, so  Krüger . Zu dieser Jury gehört unter anderem  Marlehn Thieme , Vorsitzende des Rates für Nachhaltige Entwicklung, Mitglied des  Rates der Evangelischen Kirche  in  Deutschland  und Vorsitzende des ZDF-Fernsehrates.

Und die „ Kulturinseln “ erreichen ihr Ziel. „Die Kinder haben sich in der Gemeinschaft positiv entwickelt, zeigen ganz andere Seiten, sind selbstbewusster geworden. Wir haben wirklich etwas erreicht“, sagt  Uwe Bobsin . Außerdem trage das Projekt zur Identifikation mit der Heimat bei, soll dazu animieren, im ländlichen Raum zu bleiben. „Die Teilnehmer haben Orte entdeckt, die sie ohne das Projekt nicht entdeckt hätten.“ Und das vor allem 2017, als die Kinder und Jugendlichen ihre Heimatdörfer erkundeten. 

Auch im kommenden Jahr wird es laut Uwe Bobsin wieder Kulturinseln geben. Die Finanzierung sei gesichert. Dann werden wieder die Heimatorte der Kinder und Jugendlichen Schwerpunkt des Projektes sein.

Quelle: OZ

Das ist RENN.nord 

Das Netzwerk für Nachhaltigkeit aus Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern,  Niedersachsen und Schleswig-Holstein, RENN.nord, vernetzt Akteure in den norddeutschen Bundesländern, um neue Impulse für mehr Nachhaltigkeit zu setzen. Die Ideen, Kompetenzen und Konzepte engagierter Personen und Einrichtungen sollen zusammengeführt werden. 

RENN.nord ist eine von vier Regionalen Netzstellen Nachhaltigkeit in Deutschland, die der Rat für nachhaltige Entwicklung (RNE) auf Bitten der Bundesregierung ins Leben gerufen hat.

Mehr unter www.renn-netzwerk.de.

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